Es führt über den Main…

Es gibt in der Verfilmung der Herr- der-Ringe-Trilogie die Stelle, bei der Éowyn beim Begräbnis ihres Cousins ihrer Trauer mit einem Klagelied Ausdruck verleiht. Auch in historischen Romanen lese ich manchmal von diesem Brauch. 

Letzte Woche nun ist mein Opa gestorben. Ein Stück weit konnten wir ihn auf diesem Weg begleiten. Dies war natürlich verbunden mit einer ganzen Reihe von Gefühlen, angefangen von Traurigkeit und Angst, über Wehmut bis hin zu Erleichterung.

Ein richtiges Klagelied ist es zwar nicht, aber für uns hat es diese Aufgabe wunderbar erfüllt:

Es führt über den Main eine Brücke aus Stein, wer darüber will gehen, muss im Tanze sich drehen.

Die Moll-Tonart verkörpert die Traurigkeit, das fröhliche Bild vom Tanzen die Hoffnung auf ein vergnügliches Wiedersehen in der anderen Welt. Und für Opa, dem Oberhaupt einer großen Familie, kann diese Strophe stehen:

Und der König mit seiner Kron steigt herab von seinem Thron, kaum betritt er das Brett, tanzt er schon Menuett. 

Jedenfalls tut es mir und meiner zweiten Tochter sehr gut, dieses Lied zu singen und an unseren (Ur-)Opa zu denken. 

Drei Wunder der Natur

Erst sah ich nur den Schnee auf dem Ast. Diese weißen, gleichmäßigen immer neuen Kristalle faszinieren mich.

Beim Fotografieren bewunderte ich den Eiszapfen, der sich aus den Schneeflocken ge​bildet hatte. Gleicher Inhalt wie zuvor, doch jetzt eine ganz neue Form durch die Kraft von Sonne und Kälte. 

Und Zuhause, als ich mir meine neuen Bilder genauer betrachtete, fielen mir die Knospen auf, mit denen sich der Frühling schon ankündigt. Direkt neben Eis und Schnee, Kälte und Erstarrung zeigen sich die Boten von Wärme und Sonnenschein.

Was ihnen wichtig ist

Heute wurde die Klasse meiner großen Tochter für ein Projekt in kleine Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppen bestanden aus drei bis sechs 10- und 11jährigen, entweder alles Jungs oder alles Mädchen. Die Aufgabe war, darzustellen, was ihnen wichtig ist.

Meine Tochter berichtete folgendes:

  • Die Ergebnisse waren alle unterschiedlich.
  • Es gab keine auffälligen Gemeinsamkeiten zwischen den Jungsergebnissen und denen der Mädchen. 
  • Die Mitglieder der einzelnen Gruppen taten sich sehr schwer, sich auf die Antworren und deren Gewichtung zu einigen.

Scheinbar gibt es keine signifikanten Unterschiede oder Gemeinsamkeiten bei Mädchen und Jungen diesem Alter in der Frage, was ihnen wichtig ist. 

An so trüben Tagen …

… wenn es so grau ist, die ganze Zeit der Regen fällt und keine Weihnachtsbeleuchtung mehr den dunkl​​en Abend erhellt, heitere ich mich gerne mit ein paar schönen Fotos und den damit verbundenen Erinnerungen auf. Wie z.B. an diesen hier, geschossen im letzten November:​

Eisblumen im Sonnenschein

Gibt´s nichts Neues?

Gut drei Jahre sind seit meiner Dissertation vergangen und gleichzeitig auch seit meinem letzten Blogbeitrag. Was war denn so in diesen drei Jahren?

Nun, ich habe weiter als Fertigungsplanerin gearbeitet und tue das auch weiterhin. Ich habe viel über Projekt- und Changemanagement gelernt und das Erlernte auch angewandt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein oft verwendetes Schlagwort, dass auch bei uns ganz praktisch seine Lösung sucht. Durch meine „großen“ Töchter, die schon in die Schule gehen, meinen Sohn, der im März zwei Jahre alt wurde und das Baby, dass im Herbst auf die Welt kommen soll, habe ich reichlich Gelegenheit, die verschiedensten Modelle auszuprobieren, um das gerade aktuelle Optimum für Familie und Firma herauszufinden.

Das alles ist sehr bereichernd – aber natürlich auch anstrengend und zeitintensiv. Und so werde ich auch in Zukunft nur sehr sporadisch hier schreiben.

Außerdem – da das große Thema „Diss“ abgeschlossen ist, brauche ich auch erst wieder ein Grundthema um diesen Blog mit sinnvollen Beiträgen zu füttern. Vielleicht fällt mir dafür ja etwas in meiner Mutterschutzzeit ein…

Viel Weiterbildung in diesem Sommer / Herbst

Ich war viel auf Fortbildung die letzte Zeit: Ich bestand  die Prüfungen zum MTM-Praktiker für MTM-Grundverfahren und MTM-UAS und absolvierte einen Intensivkurs bei Viktor Suchoweew der GFM Gesellschaft für F&E-Management mbH über Projektmanagement. Dies geschah im Auftrag meines Arbeitsgebers.

Am vergangenen Wochenende fand außerdem das Netzwerktreffen der ersten beiden Förderrunden des cusanischen Karriereförderprogramms in Berlin statt. Zum Einstieg hörten wir gemeinsam mit den TEilnehmerinnen der dritten Runde einen Vortrag zum Thema „Work-Life-Competence: Sustainability in Combining Career and Care“ von Dr. Claartje J. Vinkenburg, VU Universitiy Amsterdam, und Dr. Marloes van Engen, Tilburg University mit einem anschließendem Kommentar von Dr. Angela Icken vom BMFSFJ. Am Samstag und Sonntag hatten wir einen Intensivkurs zum Thema „Erfolgreich Verhandeln“. Unser Referent und Trainer war dabei Dr. Alexander Mühlen, Botschafter aD.  Mit vielen spanndenden Berichten aus seinem Erfahrungsschatz und praxisnahen und anspruchsvollen Rollenspielen ging die Zeit wie im Flug vorbei und wir lernten viel.

 

MTM-Ausbildung

Derzeit befinde ich mich auf einem zweiwöchigen Weiterbildungskurs: Ich lerne das MTM-Grundsystem. Ich muss sagen, ich finde es ziemlich spannend und glaube, dass es mir auf der Arbeit eine ganze Menge helfen kann.

Ich werde eine Prüfung machen und dann schließen sich noch einige Lehrgänge an dieses ersten Kurs an. Insgesamt zieht es sich fast das ganze Jahr hin. Ich freu mich darüber 🙂

Es ist vollbracht!

Die Bücher sind da, ich habe die Urkunde, die Promotionsphase ist abgeschlossen:
Ich bin nun Frau Dr. Martina M. Maier!

Urkundenverleihung

VDI-Technikforum: Flexible Montagesysteme

Mein großzügiger Arbeitgeber schickte mich kurz vor Jahresende noch mal auf ein Seminar: Auslegung und Betrieb flexibler Montagesysteme. Die große Bandbreite der verschiedenen Vorträge war interessant und es hat Spaß gemacht, an das leicht verschüttete Studienwissen anzuknüpfen. Ich war mal wieder die Henne im Korb – aber das bin ich ja gewohnt. Es haben sich viele nette Gespräche und einige Anregungen für meiner Aufgaben ergeben, nur die langen „Werbeblöcke“ waren recht nervig.